Diese Liste gehen wir durch, bevor wir für einen Online-Shop die erste Anzeige starten. Jeder Punkt ist eine Frage, die Sie mit Ja oder Nein beantworten. Wo die Antwort Nein lautet, holt eine Anzeige ihr Geld fast nie wieder herein.
Wer einen Online-Shop optimieren will, beginnt oft mit einem neuen Design. Das ist selten der richtige erste Schritt. Ein Käufer, der über Google auf einer Produktseite landet, achtet nicht auf Farben. Er will wissen, ob das Produkt lieferbar ist, was der Versand kostet, ob er so bezahlen kann wie gewohnt und ob die Seite auf dem Smartphone funktioniert. Die Liste ist in sieben Blöcke geteilt, von denen mit dem größten Einfluss auf den Umsatz bis zu denen, die Sie einmal einrichten und danach nur prüfen.
Kurz gesagt
Das Tracking steht an erster Stelle, weil jede andere Änderung ohne Messung Raten bleibt. Wenn Sie den Checkout umbauen, wollen Sie sehen, ob mehr Käufe abgeschlossen werden. Ohne sauber eingerichtete Ereignisse sehen Sie das nicht.
Bei Shops mit viel Umsatz lohnt sich serverseitiges Tracking. Ein Teil der Daten, die der Browser wegen abgelehnter Cookies oder Blocker nicht sendet, erreicht so trotzdem Analytics und die Werbesysteme, soweit die Einwilligung es erlaubt.
Google misst die Nutzererfahrung einer Seite mit drei Werten, den Core Web Vitals. Für jeden hat Google einen Grenzwert veröffentlicht, ab dem eine Seite als gut gilt, gemessen an 75 % der Seitenaufrufe.
Die Werte finden Sie in der Google Search Console im Bericht zu den Core Web Vitals oder in PageSpeed Insights. Wichtig ist, was Sie messen. Die Startseite ist oft die schnellste Seite des Shops, weil alle sie optimieren. Käufer aus Anzeigen und Suche landen aber auf Kategorien und Produkten.
Bei WooCommerce und Shopware kosten meist dieselben drei Dinge die meiste Zeit: Bilder, die nicht für das Smartphone verkleinert sind, zu viele Plugins, die ihre Skripte auf jeder Seite laden, und Slider oben auf der Seite, die den Hauptinhalt verschieben. Bei Shopify sind es oft Apps, die irgendwann getestet und nie entfernt wurden. Und im DACH-Raum ein Sonderfall: Cookie-Banner, die so spät laden, dass sie die Seite nach unten schieben und den CLS verschlechtern.
Startseite, die zwei meistbesuchten Kategorien, die zwei meistverkauften Produkte. Auf dem Smartphone.
Moderne Formate (WebP oder AVIF), die richtige Größe für den Bildschirm und verzögertes Laden für Bilder unterhalb des ersten Bildschirms.
Fragen Sie bei jedem, was passiert, wenn Sie ihn abschalten. Lautet die Antwort „weiß ich nicht“, schalten Sie ihn auf einer Testkopie ab und prüfen.
Bilder, Banner und Cookie-Banner brauchen feste Maße, damit sich der Inhalt beim Laden nicht verschiebt.
Die meisten Suchen im E-Commerce gelten nicht einem bestimmten Modell, sondern einer Kategorie: „Wanderschuhe Damen wasserdicht“, „Kindersitz Isofix“. Diese Suchen führen auf die Kategorieseite, deshalb ist sie für SEO oft wichtiger als das einzelne Produkt.
Der schnellste SEO-Gewinn in einem Shop mit einigen hundert Produkten ist oft ein guter Text auf den zehn wichtigsten Kategorien. Das ist ein Arbeitstag, kein Halbjahresprojekt. Wie wir SEO insgesamt angehen, steht auf der Seite SEO-Betreuung.
Wer seinen Produktfeed für Google Shopping pflegt, kann ihn meist auch für Preisvergleiche wie Idealo, Geizhals in Österreich oder Toppreise in der Schweiz nutzen. Prüfen Sie dort aber die Gebühren pro Klick, bevor Sie alle Produkte freigeben.
Die Produktseite muss die Fragen beantworten, die der Käufer sonst am Telefon stellen würde. Tut sie das nicht, vergleicht er woanders, oft über Google, wo die Konkurrenz wartet.
| Frage des Käufers | Wo die Antwort stehen muss |
|---|---|
| Was kostet der Versand? | Auf der Produktseite, nicht erst im Checkout. Bei kostenlosem Versand ab einem Betrag die Grenze nennen. Für Österreich und die Schweiz eigene Versandkosten angeben. |
| Wann ist es bei mir? | Neben dem Kaufbutton: Lieferzeit für Lagerware und getrennt für Bestellware. |
| Was kostet es pro Kilo oder Liter? | Bei Waren nach Gewicht, Volumen oder Länge den Grundpreis neben dem Gesamtpreis, wie es die Preisangabenverordnung verlangt. |
| Passt es mir? | Größentabelle, Maße in Zentimetern, Foto im Einsatz. |
| Was, wenn es nicht passt? | Kurze Zusammenfassung der Rückgabe am Kaufbutton und ein Link zu den vollständigen Bedingungen. |
| Ist der Shop seriös? | Echte Kundenbewertungen, Impressum im Footer, ein Kontakt, der antwortet. |
Bewertungen müssen echt sein. In Deutschland müssen Sie nach § 5b Abs. 3 UWG zudem angeben, ob und wie Sie prüfen, dass Bewertungen von echten Käufern stammen.
Im Checkout verliert ein Shop den Käufer, der sich schon entschieden hat. Jedes zusätzliche Feld und jede unerwartete Gebühr ist eine Gelegenheit, es sich anders zu überlegen.
Bei den Zahlarten unterscheiden sich die drei Länder stärker, als viele Shops berücksichtigen:
| Land | Was Käufer häufig erwarten |
|---|---|
| Deutschland | PayPal, Kauf auf Rechnung (oft über Klarna oder einen anderen Anbieter), Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay. |
| Österreich | Ähnlich wie Deutschland: PayPal, Klarna, Kreditkarte, Rechnung. |
| Schweiz | TWINT, Rechnung, Kreditkarte, PayPal. Wer nur Vorkasse anbietet, verliert Käufe. |
Orientierung, keine Marktstatistik. Prüfen Sie in Ihren eigenen Daten, welche Zahlart im Checkout am häufigsten abgebrochen wird.
Machen Sie einen Testkauf auf dem Smartphone, über mobile Daten und nicht über das Büro-WLAN. Messen Sie die Zeit vom Klick auf „In den Warenkorb“ bis zur Bestätigung. Die meisten Shop-Betreiber haben das seit dem Start nicht mehr getan und sind überrascht, wie viele Schritte sich inzwischen angesammelt haben.
Was ein Online-Shop vor dem Kauf angeben muss, regeln nationale Gesetze und EU-Recht. Die Pflichten wirken sich auch auf Anzeigen aus: Google lehnt im Merchant Center Shops ab, denen Kontaktdaten oder Rückgabebedingungen fehlen, weil sie gegen die Richtlinie zu falschen Darstellungen verstoßen.
| Pflicht | Deutschland | Österreich | Schweiz |
|---|---|---|---|
| Anbieterangaben | Impressum nach § 5 DDG | Impressum nach § 5 ECG, dazu Angaben nach UGB und Offenlegung nach MedienG | Identität und Kontakt inkl. E-Mail nach Art. 3 Abs. 1 lit. s UWG |
| Widerruf | 14 Tage, Belehrung und Muster-Formular | 14 Tage Rücktrittsrecht nach FAGG | Kein gesetzliches Widerrufsrecht. Freiwillige Rückgabe klar in den AGB regeln |
| Widerrufsbutton | Seit 19. Juni 2026 nach § 356a BGB | Aus derselben EU-Richtlinie, Umsetzung im FAGG vorgesehen | Nicht vorgeschrieben |
| Preise | Gesamtpreis inkl. MwSt., Versandkosten, Grundpreis. Bei Rabatten der niedrigste Preis der letzten 30 Tage (§ 11 PAngV) | Gesamtpreis inkl. USt., Versandkosten. 30-Tage-Regel für Rabatte ebenfalls | Preise inkl. MwSt. (8,1 %), Zoll und Gebühren klar ausweisen |
| Cookies | Einwilligung nach § 25 TDDDG | Einwilligung nach TKG | Information nach DSG, für Google-Produkte Einwilligung nach Googles Richtlinie |
| Barrierefreiheit | BFSG seit 28. Juni 2025, außer Kleinstunternehmen | Barrierefreiheitsgesetz seit 28. Juni 2025 | Keine vergleichbare Pflicht für private Shops |
Stand Oktober 2026. Übersicht der häufigsten Pflichten, nicht vollständig.
Zum Widerrufsbutton ein Detail, das viele Shops falsch umsetzen: Ein Link im Footer reicht nicht. Die Funktion muss ständig verfügbar und leicht zu finden sein, beschriftet etwa mit „Vertrag widerrufen“. Der erste Klick führt auf ein Formular, erst ein zweiter Button wie „Widerruf bestätigen“ löst den Widerruf aus. Eine Ausnahme für kleine Händler gibt es nicht.
Die Übersicht deckt häufige Pflichten ab, nicht alle. Für besondere Waren (Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik, Alkohol, Kinderprodukte, Elektrogeräte mit Rücknahmepflicht) gelten zusätzliche Regeln. Lassen Sie Ihre Rechtstexte von einer Kanzlei oder einem Händlerverband prüfen.
Wenn die Blöcke oben erledigt sind, ist der Shop bereit für Anzeigen. Die Reihenfolge, die wir empfehlen:
Die ersten Anzeigen gehen auf Produkte, die sich schon verkaufen und von denen genug da ist. Eine Anzeige für ein Produkt mit 10 % Marge rechnet sich in den meisten Branchen nicht.
Titel, Bilder, GTIN, Kategorien, Versandkosten pro Land. Ohne das funktioniert Google Shopping nicht, der Meta-Katalog ebenso wenig.
Ziel ist ein ROAS, den Ihre Marge trägt, nicht eine Klickzahl. Wie Sie die Grenze berechnen, erklärt unser Beitrag PPC und SEA.
Wie viele Besucher aus Anzeigen kommen bis zum Warenkorb, und wie viele kaufen? Ein großer Abbruch im Checkout ist eine Aufgabe für den Shop, nicht für die Anzeigen.
Shopping-Anzeigen sind für die meisten Shops der beste erste Kanal und laufen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für Österreich sollten Sie den Aufschlag von 5 % einplanen, den Google wegen der österreichischen Digitalsteuer auf dort ausgespielte Anzeigen berechnet. Mehr dazu im Beitrag zu den Google Ads Kosten. Wenn Sie möchten, dass wir Shop und Anzeigen gemeinsam prüfen, schreiben Sie uns.
Für einen kleineren Shop, der schnell starten will und keinen Entwickler hat, ist Shopify am einfachsten. Shopware ist im DACH-Raum verbreitet und passt, wenn Sie mit einer Agentur arbeiten und Anbindungen an Warenwirtschaft oder ERP brauchen. WooCommerce ist flexibel, braucht aber jemanden, der Updates und Plugins pflegt. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über drei Jahre, nicht die Monatsgebühr.
Google nennt als gute Nutzererfahrung LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1, gemessen an 75 % der Seitenaufrufe.
Ja, sobald Sie Analyse- oder Werbe-Cookies setzen. In Deutschland verlangt § 25 TDDDG dafür eine vorherige Einwilligung. Für Google-Werbeprodukte brauchen Sie zusätzlich Consent Mode v2, im EWR seit März 2024 und in der Schweiz seit Juli 2024.
Wenn Sie an Verbraucher verkaufen und kein Kleinstunternehmen sind, ja, seit dem 28. Juni 2025. Kleinstunternehmen sind solche mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz oder Bilanzsumme. In Österreich gilt seit demselben Datum das Barrierefreiheitsgesetz.
Zuerst Tracking und Checkout, weil beides für beide Kanäle zählt. Danach Anzeigen für Produkte, die sich schon verkaufen, und parallel SEO für die Kategorieseiten. Anzeigen liefern schnell Daten, SEO senkt die Kosten langfristig.
Nicht zwingend. Sie brauchen aber Preise in CHF oder eine klare Umrechnung, Angaben zu Zoll und Schweizer MwSt. und die Pflichtangaben nach Schweizer UWG. Viele Händler lösen das mit einer eigenen Länderversion.
Wir prüfen Landingpages, Ladezeit und den Weg zur Anfrage.
Adworld, Kranj
Agentur für Google Ads, Meta und SEO. Wir betreuen Werbekonten direkt, ohne Weitergabe an Junioren.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI-Werkzeugen erstellt. Fakten und Plattformregeln wurden anhand der im Text genannten Quellen geprüft, Stand Oktober 2026.