PPC steht für „Pay per Click“: Sie zahlen erst, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Dieser Beitrag erklärt, wie der Klickpreis entsteht, wann sich SEA für Ihr Unternehmen lohnt, welche Fehler am meisten kosten und an welcher einen Zahl Sie den Erfolg ablesen.
Im deutschsprachigen Raum ist für bezahlte Suchanzeigen auch der Begriff SEA (Search Engine Advertising) üblich. Gemeint ist meistens dasselbe, vor allem Google Ads und Microsoft Ads in der Suche. Zur PPC-Werbung im weiteren Sinn zählen auch Shopping, YouTube, Meta und andere bezahlte Formate, auch wenn manche davon pro Einblendung abgerechnet werden.
Kurz gesagt
Bevor Sie über Gebote und Kampagnen nachdenken, sollten fünf Voraussetzungen erfüllt sein. Fehlt eine davon, beheben Sie das zuerst. Sonst bezahlen Sie Google dafür, Ihnen ein Problem zu zeigen, das Sie auch kostenlos hätten finden können.
Bei jeder Suchanfrage läuft bei Google eine Auktion zwischen allen Werbetreibenden, die auf diese Suche zielen. Den Zuschlag bekommt nicht automatisch das höchste Gebot.
Google berechnet für jede Anzeige einen Anzeigenrang aus Ihrem maximalen Gebot und der Qualität der Anzeige. Die Qualität bewertet Google nach drei Kriterien: erwartete Klickrate, Relevanz der Anzeige für die Suche und Nutzererfahrung auf der Zielseite. Sie zahlen nur so viel, wie nötig ist, um den Werbetreibenden unter Ihnen zu schlagen, und nie mehr als Ihr Höchstgebot.
Daraus folgt etwas, das oft übersehen wird: Die Zielseite beeinflusst den Klickpreis. Führt eine Anzeige für „Winterreifen 205/55 R16“ auf die Startseite eines Shops, bewertet Google die Erfahrung schlechter als bei einer Seite, auf der genau diese Reifen sofort zu sehen sind.
winterreifen 205/55 r16
Banner mit Sommeraktion, Menü mit zwölf Kategorien. Der Besucher muss die Reifengröße selbst suchen. Schlechtere Bewertung, höherer Klickpreis für dieselbe Position.
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Passende Reifen mit Preis und Lieferzeit auf einen Blick. Bessere Bewertung, niedrigerer Klickpreis, mehr Käufe.
| Format | Wo es erscheint | Wann es passt |
|---|---|---|
| Suchanzeigen | Google und Microsoft, über und unter den organischen Ergebnissen | Für die meisten Unternehmen der richtige Einstieg, weil sie Menschen erreichen, die bereits suchen. Microsoft Ads wird im DACH-Raum oft unterschätzt. |
| Google Shopping | Produkte mit Bild und Preis | Für Onlineshops mit physischen Produkten meist der zweite Schritt, oft sogar der erste. Shopping-Anzeigen laufen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. |
| Performance Max | Alle Google-Netzwerke gleichzeitig | Funktioniert gut mit genug Conversions und zuverlässigem Tracking. Ohne das verteilt die Kampagne Budget dorthin, wo es am leichtesten Klicks gibt. |
| Display und YouTube | Websites, Apps, Videos | Vor allem für Remarketing und Bekanntheit, seltener für den ersten Verkauf. |
| Meta (Facebook, Instagram) | Feeds, Stories, Reels | Wenn Ihr Produkt neu ist und noch niemand danach sucht. |
| Anzeigen in ChatGPT | Unter Antworten im Chat | Ein neuer Kanal, in Europa seit August 2026. Derzeit eher eine Ergänzung. |
Stand Oktober 2026.
Diese fünf sehen wir bei der Übernahme von Konten am häufigsten. Keiner davon fällt im Bericht sofort auf, weil die Klickzahlen gut aussehen.
„Anwalt“ in weitgehender Übereinstimmung kann Anzeigen auch für „Anwalt Gehalt“, „Anwalt werden“ oder „Anwalt kostenlos“ auslösen. Ohne Liste auszuschließender Keywords und wöchentliche Prüfung der Suchbegriffe zahlen Sie für Klicks, die nie zu Mandanten werden.
Wer den Aufruf der Kontaktseite als Conversion zählt, bringt Google bei, Seitenaufrufe zu optimieren. Ergebnis: viele „Conversions“, wenige Kunden.
Kampagnen auf den eigenen Firmennamen haben fast immer hervorragende Werte. Wer nach Ihrem Namen sucht, kennt Sie schon und wäre wahrscheinlich auch ohne Anzeige gekommen. Eine Brand-Kampagne ist sinnvoll, wenn Mitbewerber auf Ihren Namen bieten. Ihre Zahlen gehören aber immer getrennt ausgewertet.
Siehe Winterreifen: höherer Klickpreis, weniger Abschlüsse.
Google Ads schlägt laufend Änderungen vor und kann sie auch automatisch anwenden. Einige sind nützlich, viele erhöhen vor allem die Ausgaben. Schalten Sie das automatische Anwenden ab und lesen Sie die Vorschläge einzeln.
Klicks, Impressionen, Klickrate und Klickpreis helfen bei der Diagnose. Für die Bewertung brauchen Sie nur eine Zahl: Was bleibt übrig, wenn Sie die Werbekosten abziehen?
Im Onlineshop ist das der Rohertrag aus Verkäufen über Anzeigen minus Werbekosten. Bei Kanzleien und B2B ist es der Wert der gewonnenen Mandate oder Aufträge minus Werbekosten. Dafür müssen Sie wissen, welche Anfrage zum Auftrag wurde. Markieren Sie also jede Anfrage im CRM mit ihrer Quelle.
Die Gewinnschwelle rechnen Sie so: 1 geteilt durch Ihre Marge. Bei 25 % Marge sind das 400 %, bei 40 % Marge 250 %. Diese Zahl sollte jeder kennen, der ein Ziel-ROAS in Google Ads einträgt.
Die Frage lässt sich nur mit Zeitrahmen beantworten. SEA liefert ab dem ersten Tag Besucher und nach wenigen Monaten belastbare Daten zur Rentabilität, aber nur solange Sie zahlen. SEO braucht Monate, bis sich Rankings bewegen, und baut dafür etwas auf, das bleibt.
| Zeitpunkt | SEA | SEO |
|---|---|---|
| Erster Monat | Traffic ab Tag eins | Technik und Inhalte, noch keine Wirkung |
| Nach drei Monaten | Genug Daten für eine Bewertung | Erste Bewegungen bei weniger umkämpften Begriffen |
| Nach sechs bis zwölf Monaten | Stabiler, aber dauerhaft bezahlter Traffic | Traffic wächst ohne Klickkosten |
| Wenn Sie aufhören zu zahlen | Traffic endet sofort | Traffic bleibt und sinkt langsam, wenn die Seite vernachlässigt wird |
Typischer Verlauf, keine Garantie. Stark umkämpfte Begriffe brauchen bei SEO deutlich länger.
Am besten funktionieren beide zusammen: SEA zeigt Ihnen schnell, welche Suchbegriffe tatsächlich Umsatz bringen, und genau für diese Begriffe lohnt sich SEO-Arbeit. Wie Sie das konkret auswerten, steht im Beitrag Google Ads und SEO.
Wenn Sie bereits Anzeigen schalten, prüfen wir Ihr Konto und sagen Ihnen, wo Budget verloren geht. Wenn Sie neu starten, sagen wir Ihnen ehrlich, ob SEA für Ihr Geschäft sinnvoll ist. Was das ungefähr kostet, finden Sie im Beitrag zu den Google Ads Kosten, wie wir arbeiten, auf der Seite Google Ads Betreuung. Kontakt aufnehmen oder anrufen: +386 70 646 364.
Fast. SEA meint bezahlte Suchanzeigen. PPC ist das Abrechnungsmodell und umfasst auch Shopping, YouTube, Meta und andere Formate, von denen manche pro Einblendung abgerechnet werden.
Das leiten Sie aus Klickpreis und Abschlussrate ab. Bei 2 € pro Klick und einer Anfrage auf 40 Besucher kostet eine Anfrage 80 €. Wie Sie daraus ein Monatsbudget rechnen, steht in unserem Beitrag zu den Google Ads Kosten.
Oft ja, als Ergänzung zu Google. Die Reichweite ist kleiner, der Wettbewerb in vielen Branchen aber auch. Sie können Kampagnen aus Google Ads importieren und so mit wenig Aufwand testen.
Das hängt allein von Ihrer Marge ab. Die Gewinnschwelle ist 1 geteilt durch die Marge: bei 20 % Marge 500 %, bei 50 % Marge 200 %. Alles darunter kostet Geld, selbst wenn die Zahl im Bericht hoch aussieht.
Ja, wenn Sie Nutzer im EWR oder in der Schweiz erreichen und Google-Werbeprodukte nutzen. Ohne ihn fehlen Google Daten zu Conversions, und die Gebotsstrategien arbeiten schlechter.
Wir prüfen Einstellungen, Conversion-Tracking und Suchbegriffe und zeigen, wo Budget verloren geht. Kostenlos und unverbindlich.
Adworld, Kranj
Agentur für Google Ads, Meta und SEO. Wir betreuen Werbekonten direkt, ohne Weitergabe an Junioren.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI-Werkzeugen erstellt. Fakten und Plattformregeln wurden anhand der im Text genannten Quellen geprüft, Stand Oktober 2026.